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Reformationsjubiläum 2017: „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit!“ 1. Kor. 3,17

Wie viele evangelische Gemeinden feiern auch wir, Hausach und Gutach gemeinsam (Termine hier: Gutach und Hausach), das Reformationsjubiläum. Dabei wollen wir nicht nur in die Vergangenheit blicken, sondern vor allem Ausschau halten, inwiefern unsere Besinnung auf Geschichte und Grundlagen unseres Glaubens tragfähige Wege in eine ungewisse Zukunft bahnt.

 

 

Mit dem Reformationstag am 31. Oktober in diesem Jahr begann für die evangelischen Kirchen nicht nur in Deutschland die Feier des Reformationsjubiläums.

Martin Luther stieß mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen vor 500 Jahren eine Entwicklung an, die zur Entstehung der evange-lischen Kirchen führte und – auch wenn er selber vor den Konsequenzen zurückschreckte – der weitgehenden Anerkennung der Freiheitsrechte des Einzelnen den Weg bahnte.

Bis heute aktuell ist Luthers doppelte Bestimmung evangelischer Freiheit in der Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, 1520:

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan. – Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

 

Evangelische Freiheit – christliche Freiheit überhaupt – ist Freiheit von der Welt, von allen irdischen Mächten, die die Herrschaft über mich beanspruchen und mich für ihre Sache in Beschlag nehmen wollen.

Nicht die Worte der Herrschenden in Kirche und Gesellschaft, sondern Bibel, Verstand und Gewissen sind tragender Grund. Dies gibt Luther Kraft und Mut ein Jahr später auf dem Reichstag in Worms vor Kaiser Karl V und den Oberen der Kirche trotz aller Gefahr für Leib und Leben festzuhalten: „Ich kann und will nicht widerrufen, weil weder sicher noch geraten ist, etwas wider das Gewissen zu tun. Es sei denn, dass ich mit Zeugnissen der Heiligen Schrift oder mit öffentlichen, klaren und hellen Gründen und Ursachen widerlegt werde, denn ich glaube weder dem Papst noch den Konzilen allein, weil es offensichtlich ist, dass sie oft geirrt und sich selbst wider-sprochen haben. Gott helfe mir. Amen.“

 

 

Gleichzeitig ist Freiheit im Sinne des Evangeliums nie absolute Unabhängigkeit oder Ichbezogenheit. Evange-lische Freiheit ist als Freiheit zur Welt immer auch Gebundenheit und Verpflichtung zum Leben in Verantwortung vor Gott und den Menschen, Freiheit zum Dienst am Nächsten und an Gottes Schöpfung. Diese doppelte Bestimmung von Freiheit, Freiheit von und zur Welt, zeichnet viele – aber nicht nur – evangelische Vorbilder im Glauben aus.

Bei allem Wertvollen, bei aller Dankbarkeit können wir Protestan-ten - anders als bei anderen Jubiläen - nicht in ungetrübten Jubel ausbrechen. Die Kehrseiten sind zu schmerzlich: die Geschichte der Trennung der Kirchen, die Geschich-te der Missverständnisse und des Missbrauchs evangelischen Glau-bens.

Bei allem Glaubenszeugnis, bei allem Ringen um die Wahrheit, bei aller Befreiung zum Glauben durch die erneute Vergewisserung seiner Grundlagen hat Luther doch ebenso derben, verletzenden Spott, unbedachte Vorurteile bis hin zum Hass verbreitet.

Aber vielleicht ist ja gerade das auch evangelisch: Zu wissen und immer wieder schmerzlich zu erfahren, dass alles Planen, Reden und Tun immer zwei Seiten hat und auch wenn ich nur das Beste wollte, doch Schmerzen und Schaden verursacht habe. Wir machen uns immer wieder schuldig. Nicht ohne Grund setzt Luther als erste der 95 Thesen:

„Als unser Herr und Meister Jesus Christus sagte: ‚Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen’, wollte er, dass das ganze Leben der Glaubenden Buße sei.“

„Buße“ ist dabei zuerst und vor Allem im ursprünglichen Wortsinn zu verstehen als Umkehr oder Hinwendung zu dem, der die Quelle des Lebens, alles erfüllten Lebens ist und zu seinem gewiss machenden Zeugnis:

„Der wahre Schatz der Kirche ist das heilige Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes.“ (These 62)

Im Kind in der Krippe begegnet uns dieser „Schatz“, der auch die dunkelsten Tage erhellt und Mut macht für den nächsten Schritt in Freiheit und Verantwortung für die die uns am Herzen liegen, aber nicht nur für die.

Mirko Diepen, Pfr. 

 

"... da ist Freiheit!": Lebenskunst, So., 18. Juni, 9:30 Uhr, Kleinspielfeld

Gottesdienst zu Dorfsportwoche und Chorakademie mit Luther-Liedern im Gespräch mit Hans-Arved Willberg, Seelsorger und Coach

(Julien Dumont, flickr.com CC BY 2.0)

Martin Luther: "Alle Arbeit ist nichts anderes als ein Finden und Aufheben der Güter Gottes"

 

Natürlich treten wir evangelische Christen für das Richtige ein: Umweltschutz und Minderheitenrechte, Geschlechtergerechtigkeit und Flüchtlingshilfe. Aber oft empfinde ich uns dabei als moralisch, streng und wenig lebensfroh. Wie kann eine evangelische Lebenskunst aussehen, die dankbar alles von Gott empfängt, die das Leben frei leben und genießen kann und trotzdem verantwortlich für Liebe und Barmherzigkeit, Versöhnung und Gerechtigkeit einsteht? Darüber unterhalten Hans-Arved Willberg, Seelsorger und Coach ( http://willberg-karlsruhe.de) und ich uns im Gottesdienst zu Dorfsportwoche und Chorakademie. Mirko Diepen, Pfarrer

"... da ist Freiheit!": Musik der Reformation - mit der Gutacher Chorakademie, Sa., 17. Juni, 19 Uhr, Peterskirche

Im Jahr des Reformationsjubiläums singen die Sängerinnen und Sänger der 24. CHORakademie in ihrem Chorkonzert Geistliche Werke von Schütz, Telemann, Bach, Mendelssohn-Bartholdy und Brahms

 

In diesem Jahr ist die Programmgestaltung der 24. CHORakademie ganz dem Reformationsjubiläum gewidmet. Luther-Texte/Lieder in Vertonungen aus Barock, Romatik und Moderne wurden ausgewählt: das sind Werke der großen protestantischen Komponisten Heinrich Schütz, Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Johannes Brahms, außerdem Vertonungen von Christoph Biller (dem Leiter des Thomanerchor Leipzig) und von Charles Gounod.

Das Geistliche Konzert beginnt mit A-Cappella-Werken von Johannes Brahms (1833-1897) „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen“, op.74,1, für gemischten Chor. Dann folgen Vertonungen über „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und „Da pacem domine“ von Christoph Biller (*1955) für Männerchor, von Charles Gounod (1818-1893) für Frauenchor und von Heinrich Schütz (1585-1672) für gemischten Chor, sowie die Motette „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Georg Philipp Telemann (1681-1767).

Das Instrumentalensemble der Cappella Villa Duria musiziert aus dem Streichquartett Nr. 1, A-Dur für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncello „Intermezzo Andante sostenuto“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847).

Weiter kommt von Felix Mendelssohn-Bartholdy die Motette „Aus tiefer Not schrei ich zu Dir“ für gemischten Chor a cappella zur Aufführung.

Als Hauptwerk des Geistlichen Konzerts wird die Kantate „Christ lag in Todesbanden“ (BWV 4) für Soli, Chor, Streicher und Basso Continuo aufgeführt.

Dieses Geistliche Konzert zum Reformationsjubiläum wird sicher zu einem besonderen musikalischen Erlebnis.

Alle Freunde der Chormusik sind zu diesem Konzert ganz herzlich eingeladen!

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um Spenden gebeten.

CHORakademie Gutach e.V.,

Jürgen Bärmann, Tel. 07833/6810

Grobes und Feines von Dr Martin Luther, mit Hans-Michael Uhl, Fr., 12. Mai, 19 Uhr, Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Grobes und Feines aus der Feder des großen Reformators, der gerne bei einem Krug Bier die großen Fragen des Lebens und Glaubens bewegte, schildert Pfarrer Hans-Michael Uhl aus Hausach. Da blitzt Luthers Sprachgewalt auf und seine kritische Glaubenskraft, seine Lebensfreude und sein poetischer Feinsinn. Aber es werden auch deftige Stücke nicht fehlen, die auf amüsante Weise zeigen, wo der große Geist übers Ziel hinausschießt. Da darf gedacht und gelacht werden! Die musikalische Begleitung dieser Reise in die Zeit der Reformation und Renaissance übernimmt das Ensemble Primavera.

Rom - 500 Jahre nach Luther. Vortrag und Gespräch mit Marco Politi, Do., 6. April, 20 Uhr, kath. Pfarrheim Hausach

Wie wurde in Rom die Reformation und die Evangelische Kirche wahrgenommen?

Marco Politi verfolgt seit mehr als 40 Jahren das „Herz“ der Katholischen Kirche in Rom aus nächster Nähe.

Drei Päpste hat er auf ihren Reisen durch die Welt begleitet. Ihre ökumenischen und politischen Impulse hat er kommentiert. Als anerkannter Vatikankenner, Journalist, Schriftsteller und Korrespondent ist er u.a. von ARD, CNN und BBC gefragt. Er versteht es theologische, kirchliche, gesellschaftliche und politische Bewegungen zu deuten und mit Erlebtem zu verknüpfen – und das ganz selbstverständlich auch auf Deutsch. Er wird sich der Frage zuwenden, wie weit die Kirchen noch voneinander entfernt sind,  welche Akzente Rom heute setzt und was sich hinter den Kulissen der Stadt abspielt. 

Die Evangelischen Kirchengemeinden Gutach und Hausach laden am Do., 6. April, 20 Uhr, zu Vortrag und Gespräch in das Katholische Pfarrheim nach Hausach ein (wenn das mal kein Zeichen des ökumenischen Miteinanders ist!).

 

 

"... da ist Freiheit: Auferstehung erleben!", So., 2. April, 10 Uhr, Gutachheim, Gottesdienst im Ostergarten mit Prediger Christian Kimmich

 

Am kommenden Sonntag, dem 2. April, 10 Uhr, findet der evangelische Gottesdienst in Gutach auf dem Gelände des Gutachheims, Riesenbach 1, statt und nicht in der Kirche!

Der besondere Anlass dazu ist die Eröffnung des Ostergartens, den die Mitarbeiter der Liebenzeller Gemeinschaft in Gutach unter der Leitung von Prediger Christian Kimmich vorstellen.

Der Gottesdienst findet zu den verschiedenen Stationen von Leiden und Auferstehung Jesu statt und macht für die Gottesdienstbesucher das für Christen zentrale Ereignis, das um Ostern gefeiert wird, mit allen Sinnen miterlebbar.

Weitere Informationen: http://gutacher-ostergarten.de/ostergarten2017/

 

 

"... da ist Freiheit: Bildung", So., 19.2., 18 Uhr, ev. Gemeindehaus Hausach, Abendgottesdienst mit Schuldekan Herbert Kumpf

Am Sonntag, 19. Februar, findet um 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Hausach, Eisenbahnstraße 58, in der Veranstaltungsreihe zur Reformation „da ist Freiheit“ ein Abendgottesdienst statt. Schuldekan Herbert Kumpf fragt, wie die Reformation die Bildung geprägt hat. Was wurde anders? Statt der Messe stand die Predigt im Mittelpunkt. Aber verstanden die Gläubigen dadurch die Bibel besser? Was lernten die Kinder in den neu eingerichteten Schulen? Verstanden sie den Katechismus, den sie lernen mussten? Und konnten jetzt die Evangelischen sich besser ein eigenes Urteil darüber bilden, zu was für einem Leben die Bibel befreit?
Oder prägten sich Glaubensinhalte eher durch die deutschen Kirchenlieder ein, die Martin Luther einführte und auch selbst dichtete? Waren es doch gerade die Lieder, die die Menschen im Alltag begleiteten, die sie auch singen konnten, wenn sie in Not kamen und wenn sie sich auf das Sterbebett legen mussten. So passt es gut zum Thema, dass Musik von Johann Sebastian Bach im Gottesdienst erklingen wird. Dóra Szilágyi spielt auf einer Barockgeige die vier Sätze seiner g-Moll-Sonate.

 

 

"... da ist Freiheit: Davon ich singen und sagen will", So., 22.01.2017, 18 Uhr, Ev. Gemeindehaus Hausach, Singgottesdienst mit Bezirkskantor Traugott Fünfgeld

Bezirkskantor Traugott Fünfgeld

 

(Hausach) Zu einem Singgottesdienst mit dem Offenburger Bezirkskantor Traugott Fünfgeld laden die Evangelischen Kirchengemeinden Hausach und Gutach herzlich ins Evangelische Gemeindehaus nach Hausach ein.

Im kommenden Jahr gedenken die evangelischen Kirchengemeinden mit Veranstaltungen und Gottesdiensten der Reformation vor 500 Jahren.

Für Martin Luther war die Kirchenmusik und das gemeinsame Singen einer der wichtigsten und prägendsten Bausteine der Kirche und der Gemeinden.

Pfarrerin Imker Diepen und Traugott Fünfgeld nehmen einige der Gedanke Luthers auf und gestalten gemeinsam einen Abendgottesdienst mit vielen Gemeindeliedern unter dem Motto „ … da ist Freiheit: Davon ich singen und sagen will“.

Der Gottesdienst findet statt am am Sonntag, dem 22. Jaunar um 18 h im Evangelischen Gemeindehaus in Hausach, Eisenbahnstraße 58.

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